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Erlengrund-Praxis Marita Zadra - Heilpraktikerin, Astrologin und Kräuterfrau(-Hexe) Naturheilpraxis Tanacetum Was wächst denn da? Baum-/ Kräuter- und Naturspaziergänge Baumwesen Pflanze des Monats (regelmäßige Veröffentlichungen) Bewegungs- und Gesundheitsberatung weitere Angebote Kontaktdaten, Zeiten und Preise |
Baumfreundin Birke Die
Glänzend-Weiß-Leuchtende, so wurde
die Hängebirke (Betula pendula) in früheren Zeiten, so heißt es jedenfalls, genannt
– und sie hatten recht, die IndoGermanInnen, die der Birke diesen Namen gaben, sie
leuchtet wirklich, die Birke! (Birke = bher(e)g = indogerm. glänzend weiß). Geh einmal hinaus und
suche die Birke, die sicher bei Dir ganz in der Nähe wächst. Sie leuchtet
weithin mit ihrem weißen Stamm. Und welche Eleganz und welche Anmut sie
ausstrahlt, die Birkenfreundin, wie sie da im seichten Wind ihren grazilen
Stamm wiegt und wie die feinen Äste dem Windhauch nachgeben…. – ein
wunderschöner Anblick. Einer, der viele Menschen bezaubert und so heißt es, die
Birke ist nicht nur ein sehr bekannter Baum - die Birke ist sogar der einzige Baum, den alle Menschen gleich und stets er-kennen!
Und zu ihrer Anmut gesellt die Birke auch den Mut, ist sie doch auch ein
Pionierbaum und gemeinsam mit der Espe die Erste, die nach der letzten großen
Eiszeit sich auch hier bei uns im Norden ansiedelte und schnell große Areale
einnahm. Wie mutig von ihr! Zudem ist sie äußerst robust und frosthart und
bereitet das Land und das Leben vor – im Frühling ist die Birke diejenige, die
mit ihren grünen Blättern und ihrem Saft die Frühjahrsmüdigkeit und den Vitaminmangel
vertreibt – sofern nicht schon ihr verspielter Anblick dies erreichen konnte. Die
Birke ist stark und schnellwüchsig, elegant und kraftvoll, jung und … alt. Im
Frühjahr fließen jeden Tag große Mengen Wasser durch den Stamm nach oben in die
Krone (in mancher Literatur wird von bis zu 70 Litern gesprochen, die täglich
durch den Birkenstamm fließen). Um an diesen begehrten und super gesunden
Baumsaft zu gelangen, werden Birken Jahr für Jahr „angezapft“, also an der
Rinde angebohrt, verletzt, so dass der Birkensaft heraustropft. … Und dem
Menschen zur Wundheilung (!) sowie bei Hautproblemen und zur Vitalisierung
während der Frühjahrskur dient. Bitte immer daran denken: es können aber
genauso die Blätter genutzt werden! Und dies ist die bessere Lösung, da hierbei
die Birke ja nicht verletzt wird. Ihren
Ausdruck als Frühlingsbaum hat die Birke auch als traditioneller Maibaum. Die
vorchristlichen Frühjahrs- und Fruchtbarkeitsriten wurden in damaliger Zeit
überall in Birkenhainen durchgeführt, was der Kirche später aber gar nicht
gefiel und von ihr dann unter Strafandrohung verboten wurde. Allerdings ließen
sich die Leute nicht von ihren - seit Ewigkeiten praktizierten! - Ritualen und
ihrem (… jetzt aus kirchlicher Sicht) ‚sündhaften Treiben’ abbringen und
holten, statt zum Baum hinzugehen, diesen einfach ins Dorf, dekorierten den
Baum und hielten ihr Frühlingsfest (Maifest) darum herum ab. So ist es
mancherorts ja noch bis heute. Und auch die Kirche übernahm später den Ritus,
wollte sie doch ihre Gläubigen in ihrer Kirche begrüßen: Es wurden Birkenzweige
in die Kirche geholt, z.B. zur Pfingstdekoration, und das gab dann dem ururalten
Brauch zumindest einen ‚christlichen Anstrich’! Am
liebsten wächst die Birke übrigens, insbesondere die Moorbirke (Betula pubenscens), am Wasser, sogar im
Wasser: In Bruchwäldern besiedelt die Moorbirke feuchte bis staunasse Böden. Hier
wächst sie übrigens gern in Gesellschaft der Erle. Die
Hängebirke kommt aber auch mit weniger bzw. wenig Wasser zurecht. Deshalb
findest Du schöne Birkenareale auch sogar an ganz trockenen Stellen. Aber egal,
ob Hänge- oder Moorbirke: Birken zeigen uns, wie wir (wieder) flexibler,
lebendiger, beweglicher werden können, also (wieder) „in Fluss kommen“. Die
Birke ist der Baum, um Blasen- und
Nierenprobleme zu behandeln, denn so, wie sie selbst mit dem Element Wasser
wunderbar zurecht kommt, stärkt sie auch unsere Körper, wenn wir eben hiermit
Probleme haben. Sie zeigt uns, wie wir wieder in die Balance kommen! Negative
Kräfte, Altes, Überholtes – können wir auch auf andere Weise mit Hilfe der
Birke loslassen, nämlich mit ihren Zweigen, dem Reisig, die wir - zum Hexenbesen gebunden – verwenden können,
um mit schützender und reinigender Wirkung alles auszukehren – vorzugsweise im
Frühling, zur Birkenzeit. Wenn
Du also jetzt zur Birke gehst, um Reisig für Deinen Hexenbesen zu sammeln (der meist in
ausreichender Zahl um den Stamm herum liegt, so dass keine Zweige abgebrochen
werden müssen) und sie trägt schon die ersten Blätter: pflücke gleich welche
für Deinen Tee! Du
kannst die Blätter auch gleich essen, sie haben einen hohen Vitamingehalt und
sie schmecken lecker, pur oder im Salat, sind frisch und etwas sauer. Ach
ja, es fehlt immer noch die Erklärung, dass die Birke auch die „Alte“ ist…… Unsere
Baumfreundin, die Birke, kann etwa so alt werden wie wir selbst, also ca. 80
Jahre. Und am Ende ihres Lebens ist sie wirklich
die Alte, auch die Dunkle, die Faltige. Geh einmal zu einer alten Birkenfrau
hin, sie hat eine ganz andere Ausstrahlung als die Junge, die Verspielte. Du
merkst es sofort. Es ist leider nicht ganz einfach, die alte Birkenfrau zu
finden, zu oft gibt sie schon vorher ihr Leben her, nicht viele Birken werden
wirklich so alt, dass wir sie noch vorfinden können in ihrer Würde des Alters.
Aber wenn: der Kontakt zu ihr ist wunderbar und lohnt das Suchen allemal! Du
kannst aber auch anders die Vielfalt der Birke erfahren: pflücke ein paar
frische Blätter und bereite Dir daraus einen Tee und dann trockne einige von
ihnen und trinke diese als Tee. Du wirst es schmecken! Diese Birke ist so wie
wir Frauen: jung und alt, zart und zäh, bitter und süß – wie das Leben eben
ist.
Solche in der Erde oder solche im Herzen." Fred Hageneder Denn: "Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das Einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens." Hermann Hesse ----------------------------- |