Erlengrund-Praxis

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Der Baum - Eine Freundin - 

    Eine Vertraute


Der Baum – ein Lebewesen, welches unseren blauen Planeten, unsere Mutter Erde, seit Ewigkeiten bewohnt und belebt – lange, bevor der Mensch auch nur gedacht war  ……

Ein Andenken an diese längst vergangenen Zeiten ist zum Beispiel der Gingko.

Aber auch der Urweltmammutbaum verbindet uns heute mit lange vergangener Zeit und gibt uns eine Ahnung von der Größe, Stärke und Langlebigkeit der Bäume.

Der Baum. In allen alten Kulturen – so zeigen Funde – wurden Bäume verehrt. Sie waren die Verbindung von Mutter Erde und der Göttin. Sie waren die Weltenachse, der Weltenbaum.

Und immer, immer waren Bäume auch Vertraute, zu denen die Menschen gegangen sind, um Ängste und Nöte, aber auch Glück und Freude zu teilen. Der Baum nahm Krankheit, Unglück, Kummer auf sich – und der Mensch bedankte sich mit Tanz, Gesang, FreundInschaft, Opfergaben. Ein Geben und Nehmen.

Das ist auch heute noch oder wieder möglich. Und Alle, die dies ausprobieren, alle fühlen, dass es so ist –
und immer sein wird. Sein wird für die, die sich öffnen. Faszination Baum.


Der Baum  -  auch den Tieren ein vertrautes Lebewesen.  Diese folgenden Zeilen  - die so wunderschön die Verbindung von Allem mit Allem, was ist, ausdrücken, stammen von Christine Tetau  und sind zu finden auf ihrer homepage krafttiere.net. Danke für diese Worte, Christine!

»Sie sprechen mit den Bäumen. Sie sprechen mit der Nahrung, die ihnen Kraft spendet. Sie sprechen mit der Sonne. Mit dem Mond, der die Nacht erhellt. Mit Mutter Erde, die sie trägt. Sie sprechen mit dem Wind. Sie sprechen mit den Steinen unter ihren Körpern. Sie sprechen mit dem Wasser, das ihnen Leben schenkt. Sie sprechen mit Engeln. Mit Feen und Elfen. Mit den Wesen aller Dimensionen. Sie sprechen mit allem, was ist. Weil alles eins ist. Und sie sprechen auch mit uns Menschen. Mit Dir. Und alles, was ist, spricht mit Dir. Ohne Worte. Nur durch Liebe. Schon immer. Es ist Zeit hinzuhören. Es ist Zeit zu antworten.«



Und dieses großartige Gedicht stammt von Sternenelfe:

Die alte Eiche  Teil 1

Sie ging durch den kalten Winterabend.
Ihr weites Kleid wehte im Wind, die blonden
Haare flogen um ihr Gesicht.
Im Moor war es still, kein Vogel war zu hören.
Sie wanderte und spürte die Erde unter ihren Füßen.
Sie erreichte die weiten Wiesen hinter dem dunklen Wald.
Hier war der Wind so stark, dass sie gegen ihn kämpfen musste.
Die Geister des Winters schwebten über die weißen Ebenen,
wirbelten die Flocken auf, als wären sie leichter als Luft.
Sie stapfte durch die tiefen Schneewehen,
die ihr schwarzes Kleid weiß färbten.
Ihr Mantel flatterte mit den Elementen.
Unter der Alten Eiche fand sie Schutz.
Der wilde Schnee konnte ihr nichts anhaben.

Der Baum schmiegte sich warm an ihre Wange.
Sie spürte die raue Borke unter ihren kalten Händen.
Neben ihr hingen die gefrorenen Tropfen
Wie Tränen an den Zweigen der Sträucher.
Die Kraft der Eiche ging auf sie über wie
Die Flammen auf trockenes Gras.
Ihre sanfte Stimme hallte in den einsetzenden Sturm.
Der Kreislauf des Lebens geht fort und fort,
alles ist im Fluss.
Auch du wirst es erkennen.

Dankbar war sie, als sie die tröstenden Worte
vernommen hatte.
Die Eiche war einst eine
Weise Frau gewesen.


Die Alte Eiche Teil 2


Sie war verschwunden.

Ich sah sie nicht mehr, die alte Eiche.
Schon von weitem hatte sie mich sonst begrüßt,
doch heute nicht.
Schmerz drang in mein Herz, ließ mich rennen,
atemlos, zu ihrem geheiligten Platz.
Da lag sie und die Tränen liefen über meine Wangen.
Wie strömender Regen.
Mein Herz war gebrochen, wie ihre blattlosen Äste,
die auf der kalten Wintererde lagen,
voll Trauer und Wehmut.
Warum? Es durfte nicht sein!
Ich lehnte mich an sie, so, wie ich es immer getan hatte,
umarmte sie wie eine Schwester,
doch spürte ich nicht ihre Wärme unter meinen kalten Händen.
Meine Tränen fielen auf ihre Borke,
die so geheimnisvoll war wie ein verlorenes Buch,
rissig, voller Narben, doch schön und
voller Lebenserinnerung.
Die Sonne stieg gerade über den nahen Wald,
ließ den Tau auf ihr glitzern, als wenn auch sie weinen würde.
Ich berührte sie überall, von ihren Wurzeln bis zu ihrer Krone.
Und dann spürte ich, dass sie lebte!
Sie war nicht gestorben, sie hatte sich nur hingelegt,
um zu schlafen, zu ruhen.

„Meine Zeit geht zu Ende“, hörte ich sie leise wispern.
„Alles ist so, wie es sein muss.“
Dann war die Sonne untergegangen und mit ihr die
erste Wärme des Frühjahrs.
Die Schatten der Nacht hatten von ihr Besitz ergriffen,
samtig und schwarz.
Ich schenkte ihr den Stein der Reinheit, des Blutes,
der Erkenntnis.
Tief liegt er nun in ihrem Innersten,
das einst die Erde berührte.
Segnen wollte ich sie
dass niemand sie diesem Ort entreißen würde.

-    Mit freundlicher Genehmigung von Sternenelfe, der ich an dieser Stelle für dieses wundervolle Gedicht noch einmal von Herzen danken möchte. Ich darf und möchte es an dieser Stelle übernehmen, weil ich es nicht schöner und poetischer  - und baumliebender  -  hätte ausdrücken können   –